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BMW stärkt technologische Unabhängigkeit und Standort in Österreich
15. Oktober 2026Über 100 Millionen Euro investiert BMW in Prozessverbesserungen und eine Hightech-Produktion für Inverter-Komponenten von E-Antrieben am Standort Steyr. Das reduziert Lieferkettenrisiken und bringt zusätzliche Wertschöpfung nach Österreich.
Das BMW Group Werk SteyrBMW Group Werk Steyr (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) zählt zu den bedeutendsten Industrie- und Entwicklungsstandorten Österreichs. Seit 2022 wird der Standort konsequent zu einem zentralen Kompetenzzentrum für Elektromobilität innerhalb des globalen Produktionsnetzwerks der BMW Group ausgebaut und liefert jährlich über eine Million Benzin- und Dieselmotoren in die BMW Group Fahrzeugwerke. Bereits heute werden in Steyr die Gen6-Elektromotoren für die Neue Klasse produziert.
Lesen Sie hier, warum BMW am Österreich-Standort Steyr auf Zukunft schaltetwarum BMW am Österreich-Standort Steyr auf Zukunft schaltet (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) und wie die Austrian Business Agency (ABA) das Unternehmen bei Investitionsvorhaben von der Idee bis zur Umsetzung begleitet.
Mit der neuen Investition von mehr als 100 Millionen Euro bis 2029 folgt nun der nächste Entwicklungsschritt: Bis zum Sommer 2029 entsteht eine hochmoderne Fertigung für Leistungselektronik und Inverter-Komponenten. Die Investitionssumme fließt unter anderem in einen neuen Sauberraum sowie in die zugehörige Infrastruktur. Kernelement ist das Leistungsmodul des Inverters, ein technologisch besonders anspruchsvolles Bauteil, das die Energieübertragung zwischen der Hochvoltbatterie und dem Elektromotor steuert und somit für die Leistungsstärke und Effizienz des Elektromotors entscheidend ist.
BMW stärkt Wertschöpfungskette in Europa
Künftig übernimmt das Werk Steyr die vorgelagerte Lieferkette sowie die Montage dieses Schlüsselbauteils selbst. Für den Standort Österreich hat diese Entscheidung besondere Bedeutung. Das Leistungsmodul wurde bisher zugekauft. Mit dem Aufbau der eigenen Fertigung verlagert BMW einen zusätzlichen, technologisch anspruchsvollen Teil der Wertschöpfung ins Land. Gleichzeitig werden Kompetenzen in einem Zukunftsfeld der Mobilitätsindustrie nachhaltig in Österreich verankert.
Die neue Produktion umfasst auch innovative Fertigungsverfahren, die bislang innerhalb der BMW Group nicht eingesetzt wurden. Dazu zählen unter anderem Großflächenlöten und Ultraschallschweißen. Mit dem Kompetenzaufbau entstehen hochqualifizierte Tätigkeitsfelder und neue Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitarbeitenden am Standort.
Dass sich Steyr konzernintern durchgesetzt hat, bestätigt den klaren Fokus unserer Industriestrategie: Schlüsseltechnologien wie Chips und Halbleiter stärken, technologische Abhängigkeiten reduzieren und Wertschöpfung nach Österreich holen. Denn unser Anspruch ist klar: Die Autos der Zukunft sollen nicht nur in Europa fahren, sondern auch hier produziert werden.


Technologische Souveränität stärkt Wettbewerbsfähigkeit
Neben der vertieften Wertschöpfung spielt auch die Resilienz globaler Lieferketten eine zentrale Rolle. Gerade vor dem Hintergrund globaler Unsicherheiten und zunehmender strategischer Bedeutung von Schlüsseltechnologien zeigt das Projekt, wie internationale Industrieunternehmen ihre Lieferketten absichern und gleichzeitig hochwertige Wertschöpfung in Europa aufbauen können. Die Investitionsentscheidung unterstreicht die Attraktivität Österreichs als Standort für Hightech-Produktion, industrielle Innovation und langfristige Industrieentwicklung.
Durch die hauseigene Fertigung des Leistungsmoduls steigen wir nun noch tiefer in die Elektrotechnik ein und können die Komponenten wie z.B. Halbleiter flexibel auf den Weltmärkten beschaffen.


FAQs
- 01
Warum investiert BMW mehr als 100 Millionen Euro in das Werk Steyr?
Die BMW Group baut das Werk Steyr weiter zu einem zentralen Kompetenzstandort für Elektromobilität aus. Mit der Investition entstehen neue Produktionskapazitäten für Leistungselektronik und Inverter-Komponenten, wodurch zusätzliche Wertschöpfung und technologisches Know-how in Österreich verankert werden.
- 02
Welche Bedeutung hat das neue Leistungsmodul für die Elektromobilität?
Das Leistungsmodul ist das Herzstück des Inverters und damit ein zentraler Bestandteil der neuen Generation von BMW Elektromotoren. Es steuert den Energiefluss zwischen Batterie und Motor und trägt maßgeblich zur Effizienz und Leistungsfähigkeit elektrischer Antriebe bei.
- 03
Wie stärkt die neue Fertigung den Wirtschaftsstandort Österreich?
Durch die Eigenfertigung eines bisher zugekauften Schlüsselbauteils erweitert BMW die lokale Wertschöpfungskette. Gleichzeitig werden hochqualifizierte Arbeitsplätze gesichert, neue Kompetenzen aufgebaut und Österreichs Rolle als Standort für industrielle Zukunftstechnologien gestärkt.
- 04
Welche Rolle spielt die neue Produktion für resiliente Lieferketten?
Mit der Fertigung des Leistungsmoduls in Steyr übernimmt BMW größere Teile der Lieferkette selbst. Das ermöglicht eine flexiblere Beschaffung wichtiger Komponenten wie Halbleiter und reduziert Abhängigkeiten in einem geopolitisch sensiblen Technologiefeld.
- 05
Welche Bedeutung hat das Werk Steyr innerhalb der BMW Group?
Das Werk Steyr ist das weltweit größte Motorenwerk der BMW Group und ein bedeutender Entwicklungsstandort für Antriebstechnologien. Bereits heute produziert der Standort Benzin-, Diesel- und Elektromotoren für Fahrzeuge der BMW Group weltweit und entwickelt sich zunehmend zu einem Zentrum für Elektromobilität.


