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Mistral AI übernimmt österreichisches KI-Startup Emmi AI

22. Mai 2026

Mistral AI, eines der führenden KI-Unternehmen Europas, wird das Linzer Deep-Tech-Startup Emmi AI übernehmen. Der Exit katapultiert Österreich ins Zentrum der industriellen KI-Forschung.

Ein Paukenschlag für die österreichische KI-Landschaft: Der französische Konzern Mistral AIMistral AI (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) übernimmt das erst 2024 gegründete Startup Emmi AIEmmi AI (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), das KI-gestützte Physik-Simulationsmodelle für industrielle Anwendungen entwickelt. Ein Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht. Insider sprechen jedoch von einem dreistelligen Millionenbetrag und einem der größten Exits eines österreichischen Startups

OpenAI-Konkurrent setzt auf Technologie aus Österreich

Mistral AI hat sich als europäische Alternative zu globalen KI-Giganten wie OpenAI oder Google etabliert. Das 2023 gegründete Unternehmen mit Sitz in Paris wird aktuell mit rund 12 Milliarden Euro bewertet. Es ist europäischer Marktführer für große Sprachmodelle (LLM), bietet seine Produkte auch als Open Source an und betreibt bereits Rechenzentren in Europa.

Mit der Akquisition baut Mistral seine Position im aufstrebenden Feld der industriellen KI weiter aus. Ziel ist es, sich vom reinen Entwickler großer Sprachmodelle zu einem umfassenden KI- und Infrastrukturkonzern zu entwickeln.

Was macht Emmi AI so attraktiv?

Das Startup rund um KI-Forscher und Chief-Science-Officer von Emmi AI Johannes Brandstetter entstand im Dezember 2024 als Spinoff aus dem Umfeld der Johannes Kepler UniversitätJohannes Kepler Universität (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) (JKU) Linz und des österreichischen KI-Unternehmens NXAINXAI (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), das unter anderem vom KI-Pionier Sepp Hochreiter gegründet wurde.

Emmi AI setzt auf „Physics AI”. Diese KI-Modelle simulieren komplexe physikalische Prozesse wie Luftströmungen, Thermodynamik oder Materialverformungen in Echtzeit und beschleunigen industrielle Abläufe in Sektoren wie Energie, Automobil, Halbleiter sowie Luft- und Raumfahrt.

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Vom Uni-Spinoff zum Millionen-Exit 

Die rasante Entwicklung von Emmi AI im Überblick:  

  • Gründung: Im Dezember 2024 wird Emmi AI von Johannes Brandstetter, Dennis Just und Miks Mikelsons gegründet.

  • Seed-Finanzierung: Im April 2025 sichert sich Emmi AI 15 Millionen Euro – die größte Seed-Runde eines österreichischen Startups.

  • Team: Rund 35 Forscher:innen und Ingenieur:innen von weltweit renommierten Institutionen wie JKU, Oxford oder Harvard fokussieren sich auf Large Engineering Models und Physics AI.

  • Übernahme: Die Akquisition durch Mistral AI erfolgt nur rund 17 Monate nach der Gründung.

Linz wird Mistral-Standort 

Mit der Integration wird Linz ein offizieller Standort von Mistral AI und reiht sich damit neben Städte wie Paris, London oder San Francisco. Das gesamte Emmi AI Team wird übernommen und weiter ausgebaut.

Johannes Brandstetter übernimmt die Position des Vice President, AI for Science und verantwortet künftig den Bereich KI für wissenschaftliche und industrielle Anwendungen. “Gemeinsam liefern wir die grundlegenden Erkenntnisse, die für die Entwicklung und den Bau der nächsten Generation von Flugzeugen, Fahrzeugen und Halbleitern erforderlich sind", freut sich JKU-Professor Brandstetter. Da Linz ein offizieller Mistral-Standort wird, werden auch die Investitionen in europäische KI-Talente und -Forschung im industriellen Bereich vertieft, ist Brandstetter überzeugt.

“Österreich kann Deep-Tech”

Aus Sicht der für Startups zuständigen Staatssekretärin Elisabeth Zehetner zeigt der Deal, “dass Österreich Deep-Tech kann.” Es werde nicht nur ein österreichisches Startup verkauft, sondern es entstehe ein neuer europäischer KI-Standort in Österreich. “Wenn Know-how, Team und Wachstumsperspektive am Standort bleiben und Linz als europäischer Knotenpunkt für Industrial AI gestärkt wird, ist das ein Gewinn für den gesamten Standort.”



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