Vertreter:innen von XELA Robotics, GIN und ABA auf der ICRA-Konferenz
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Österreich wird globaler Treffpunkt der Robotik – und zeigt, was KI kann
29. Juni 2026Events wie die ICRA ziehen über 8.000 internationale Robotik-Expert:innen an. Internationale Wissenschafter:innen, Spitzenforschung von TU Wien und AIT, sowie Startups wie XELA und Neoalp prägen Österreichs Robotik-Ökosystem.
Anfang Juni reisten mehr als 8.000 Robotik-Expert:innen nach Wien zur International Conference on Robotics & Automation (ICRA)International Conference on Robotics & Automation (ICRA) (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet). Über 140 Unternehmen und Forschungsinstitute präsentierten auf einer der weltweit wichtigsten Robotik-Konferenzen ihre Entwicklungen – von Industrierobotern bis zu humanoiden Systemen mit Künstlicher Intelligenz (KI).
Dass Robotik auch die breite Bevölkerung begeistert, zeigte das „Festival der RoboterFestival der Roboter (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)“, das Ende Mai im Rahmen der ICRA organisiert wurde. Rund 15.000 Besucher:innen erlebten Roboter im praktischen Einsatz. Weltpremiere feierte ein vollautonomer Hebe- und Verladekran vom AIT Austrian Institute of Technology und Palfinger.
Robotik und Künstliche Intelligenz: Forschung an TU Wien und AIT
Während klassische Industrieroboter fest definierte Aufgaben übernehmen, lernen KI-gestützte Systeme aus Daten und passen sich flexibel neuen Situationen an. Damit autonome Maschinen sicher eingesetzt werden können, testet das AIT im Large Scale Robotics LabLarge Scale Robotics Lab (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) Systeme wie autonome Kräne und Gabelstapler unter realistischen Bedingungen für Anwendungen in Logistik, Bauwesen, Industrie und Forstwirtschaft.
Auch die TU Wien stärkt den Bereich gezielt: Anfang 2026 gründeten zwei Tutoren den TU Wien Robotics ClubTU Wien Robotics Club (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet). Das Interesse daran war groß: Innerhalb von zehn Stunden meldeten sich rund 250 Interessierte. Heute arbeiten ca. 60 Studierende an Projekten wie humanoiden Robotern oder autonomen Erntesystemen. Unterstützung gibt es bereits von internationalen und heimischen Investor:innen und Business Angels, zum Beispiel von Andreas KlingerAndreas Klinger (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), Noctua Science VenturesNoctua Science Ventures (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), Hansmann Family OfficeHansmann Family Office (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) und Hubert RhombergHubert Rhomberg (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet). Als nächster Schritt entsteht Österreichs erster Robotics Hub mit 200 Quadratmetern Fläche, der auch DeepTech-Startups Coworking-Plätze zur Verfügung stellen möchte.
Zu Robotik forschen auch einige andere Einrichtungen in Österreich, zum Beispiel Fraunhofer AustriaFraunhofer Austria (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), das Ars Electronica FuturelabArs Electronica Futurelab (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) oder das Institute for Robotics and Flexible Production Institute for Robotics and Flexible Production (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)von Joanneum Research. Damit ist Österreich auf dem richtigen Weg. Wie Markus Vincze, Professor an der TU Wien und Vorsitzender der ICRA-Konferenz, betont, werde Robotik bald verstärkt Einzug in den Alltag halten. Gleichzeitig werde es für Europa „immer wichtiger, Produktion, Know-how und technologische Entwicklung im eigenen Wirtschaftsraum zu halten.“
Robotik-Startups und internationale Talente stärken den Standort
Ein Beispiel für internationale Robotik-Talente in Österreich ist die US-amerikanische KI-Forscherin Emily Kate GenatowskiEmily Kate Genatowski (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), die an der Universität Wien promovierte und heute zu den gefragtesten Wissenschaftler:innen ihres Fachs zählt. Ein Jahr lang lebte sie mit einem humanoiden Roboter zusammenlebte sie mit einem humanoiden Roboter zusammen (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), um herauszufinden, was die Gesellschaft noch lernen muss, bevor Humanoide zu r alltäglichen Realität werden.
Kürzlich gründete sie mit Unterstützung der ABA das Unternehmen PSL, das Versicherungsmodelle für KI-gestützte und humanoide Robotersysteme entwickelt. Genatowski: „Mein Plan für PSL besteht darin, die Grundlagen für einen verantwortungsvollen Einsatz humanoider Robotik sowohl im industriellen als auch im privaten Bereich zu schaffen.“ Österreich lobt sie als „Traumstandort für Unternehmer:innen“.

„Menschen mit großen Ideen erhalten in Österreich Unterstützung, Zugang zu Ressourcen und Networking-Möglichkeiten. Gleichzeitig stehen Lebensqualität, zwischenmenschliche Beziehungen und Kultur im Vordergrund.“
Auch heimische Startups sorgen für internationale Aufmerksamkeit:
- Iono RoboticsIono Robotics (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet): das Linzer Startup präsentierte kürzlich den ersten, gänzlich in Österreich entwickelten humanoiden Roboter „WorkmateWorkmate (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)“. Eine integrierte Drohne kann direkt aus dem Kopf des Robotersystems heraus starten.
- NeoalpNeoalp (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet): das Wiener Startup unterstützt den Industriekonzern SemperitSemperit (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) bei der Einführung humanoider Roboter. CEO Christian Tauber spricht in unserem Video über die Vorzüge des Arbeitens in der AI Factory Austria (Link zu Beitrag AI-Factory).
- XELA Robotics:XELA Robotics: (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) entwickelt im Rahmen einer österreichisch-japanischen Kooperation taktile Sensoren für Roboteranwendungentaktile Sensoren für Roboteranwendungen (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), um ihnen einen Tastsinn zu verleihen. Unterstützung erhielt das Unternehmen von Global Incubator Network Austria (GIN) und der ABA.
- BaubotBaubot (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet): wurde in Österreich gegründet und von der deutschen FischerFischer (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)-Unternehmensgruppe übernommen. Das Unternehmen baut mobile Roboter für die Baubranche.
Diese Unternehmen profitieren von einem Umfeld, das Forschung und Wirtschaft eng verzahnt und durch Plattformen wie die GMARGMAR (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) (Gesellschaft für Mess-, Automatisierungs- und Robotertechnik) oder den Austrian Humanoid HubAustrian Humanoid Hub (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) aktiv vernetzt wird. Letzteres dient als nationale Plattform für humanoide Robotik und künstliche Intelligenz und fördert die Zusammenarbeit, Pilotprojekte und den Wissenstransfer. Das Practical Robotics Institut Austria (PRIA)Practical Robotics Institut Austria (PRIA) (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) unterstützt und fördert die nächste Generation von Wissenschaftler:innen in den Bereichen Robotik, Automatisierung und Informations- und Kommunikationstechnik.
Veranstaltungstipp: Mit der internationalen Fachkonferenz ERATERAT (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) (European Robotics & Automation Talks) in der Wirtschaftskammer Steiermark trifft sich am 5. Oktober 2026 erneut die internationale Robotik- und Automatisierungsbranche, um Innovationen, KI-Anwendungen und neue Technologien zu diskutieren.
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