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N26 Studie: Österreichische Frauen investieren am meisten in Europa

24. Oktober 2022

Ein Gastbeitrag von Paula Mariani, Director User Experience N26

Von der Wall Street zum Mainstream – zu investieren und Vermögen aufzubauen, sind Trendthemen, die von immer mehr Konsument:innen diskutiert werden. Nun zeigt die europaweite Umfrage der mobilen Bank N26, dass es in einem Punkt noch deutlichen Aufholbedarf gibt – nämlich, wenn es um die Gleichstellung von Frauen und Männern geht.

 

 

Auf welche Hindernisse stoßen Frauen (noch immer), wenn sie ihr Geld anlegen? Was sind ihre Motive und Präferenzen? Wieviel Prozent ihres monatlichen Einkommens investieren sie und wie beeinflussen Faktoren wie regionale Unterschiede, Beruf und Familienstand das Investmentverhalten? Diesen Fragen sind wir in der aktuellen Studie [1] nachgegangen, die in Österreich, Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich im Februar 2022 durchgeführt wurde.

Paula Mariani Director of User Experience, N26
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Österreichische Frauen investieren mit 999 Euro pro Monat in Europa am meisten

Insgesamt wurden österreichweit 990 Frauen befragt, die aktuell investieren, und solche, die dies – noch – nicht tun. In der Studie wurden ihre Antworten auch mit dem Investitionsverhalten von 997 Männern verglichen und der Vergleich macht deutlich: Investitionen zu tätigen, wird in Österreich noch immer weitgehend als männliche Domäne wahrgenommen – nur 13% der befragten Österreicherinnen und Österreicher sehen das nicht so.

Die Studie deckt aber auch das Potenzial und den großen Appetit bei den österreichischen Frauen auf, ihr Geld zu investieren: Drei Viertel (74%) der befragten Frauen planen, 2022 ihre monatliche Investitionssumme auf durchschnittlich 1.296 Euro zu erhöhen – das ist fast ein Drittel (30%) mehr, als sie derzeit investieren.

Zudem überrascht die Umfrage mit einem zusätzlichen Aspekt: Österreichische Frauen investieren in Europa am meisten und nehmen dafür im Durchschnitt 999 Euro pro Monat in die Hand. Von ihnen sind die in Wien lebenden Frauen am investitionsfreudigsten: Mit monatlich 1.269,40 Euro liegen die Wienerinnen 58% über dem Gesamtdurchschnitt.

Zum europaweiten Vergleich: Frauen in Europa investieren durchschnittlich 857 Euro ihres monatlichen Einkommens, wobei die Mehrheit zwischen 100 Euro und 499 Euro pro Monat investiert.

Fürsorge für Familie wichtiger als Sparen für Ruhestand, Krypto auf dem Vormarsch

In Österreich geben zwei von fünf Investorinnen Bankprodukte wie verzinsliche Sparkonten als ihre bevorzugten Anlageprodukte an. Spannend dabei: Kryptowährungen werden immer beliebter und liegen mit 31% bereits auf dem dritten Platz knapp hinter den klassischen Versicherungsprodukten mit 35%.

Betrachtet man die Investitionsmotive österreichischer Frauen, so steht die finanzielle Absicherung der Familie oder die der Kinder an erster Stelle (49%) – eine Motivation, die bei den investierenden Männern in Österreich an dritter Stelle kommt (35%). Für fast jede zweite Investorin sind auch Altersvorsorge (45%) und die langfristige Vermehrung ihres Geldes (44%) Hauptgründe für ihre Investmenttätigkeiten.

Ein weiterer, überraschender Aspekt: Trotz der weltweiten Aufmerksamkeit, die vor allem im letzten Jahr auf die Klimakrise gelenkt wurde, hat Nachhaltigkeit für österreichische Investorinnen keinen hohen Stellenwert in ihrer Investmentstrategie. Nur 26% der Frauen, die in Österreich investieren, zählen Nachhaltigkeit zu ihren Top 3 Kriterien.

Was steht also ganz oben auf der Liste? Das Preis-Leistungs-Verhältnis (49%), langfristige Renditen (33%) und ein umfassendes Verständnis des Produkts (32%).

Female Investment Power in Österreich steht erst am Anfang

Fast zwei Drittel (65%) der österreichischen Frauen, die noch nicht investiert haben, geben an, dass sie das in der Vergangenheit bereits in Erwägung gezogen haben. Auf die Frage, was sie dazu bewegen würde, ihr Geld zu investieren, nennen sie ähnliche Beweggründe wie diejenigen österreichischen Frauen, die bereits investieren: ihr Geld langfristig zu vermehren (48%), finanzielle Sicherheit für ihre Familie oder Kinder zu schaffen (43%) und für die Pension zu sparen (35%). Besonders offen für Investitionen in die Zukunft sind Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren, bei denen mehr als drei Viertel (77%) über einen Einstieg nachgedacht haben.

Und bei den Investorinnen in Österreich gibt es noch mehr Potenzial zu heben: Am meisten wollen die 25- bis 34-jährigen Frauen investieren. Sie planen, durchschnittlich 1.402 Euro monatlich zu investieren – 38% mehr als derzeit –, um neue Investmentmöglichkeiten zu ergreifen.

Pay Gap und weitere Gründe, warum Frauen nicht (mehr) investieren

Beide Gruppen, sowohl die Frauen, die bereits investieren, als auch diejenigen, die einen Einstieg in Betracht ziehen, nennen den Mangel an verfügbarem Einkommen als Haupthindernis, warum sie nicht mehr investieren oder warum sie noch nicht damit begonnen haben (48% bzw. 54%). Auf die Frage, was ihnen helfen würde, mit dem Investieren zu beginnen, wünschte sich ein Drittel (33%) der Frauen, die noch nicht investieren, offene Gespräche über die Vorteile und Risiken und ein Viertel (25%) wünschte sich insbesondere, sich mit anderen  Frauen offener über das Thema unterhalten zu können. Tatsächlich gibt fast die Hälfte (42%) der Frauen, die nicht investieren, an, dass sie mit niemandem über mögliche Investitionen sprechen. Ein weiterer hilfreicher Faktor wäre nach Ansicht der Frauen, die noch nicht investieren, ein größeres Angebot an Anlageprodukten, die besser auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten sind (23%).

Die N26-Studie zeigt deutlich, dass die Themen Investments und Vermögensaufbau für Frauen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Wir bei N26 wollen zu dieser Entwicklung proaktiv beitragen, indem wir Geldmanagement- und Investmentprodukte entwickeln, die inklusiv sind. Dazu wollen wir den Dialog mit und unter Frauen fördern, um ihre Bedürfnisse besser zu verstehen und auf diese eingehen zu können. Es gibt noch viel zu tun und wir freuen uns, eine Finanzindustrie mitzugestalten, die für alle zugänglich ist.

Über Paula Mariani, Director of User Experience, N26

Seit 2020 ist Paula Mariani als Director of User Experience bei der mobilen Bank N26 tätig. Sie ist verantwortlich für die Förderung einer nutzerzentrierten Kultur und die Entwicklung des Design Leadership im gesamten Unternehmen. Darüber hinaus liegt ihr Fokus auf Vision und Ausrichtung der UX-Abteilung als auch auf der Optimierung der Umsetzung.

Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich User Experience hat Paula viele UX-Teams in Startups und Unternehmen geleitet. Dabei sammelte sie viele Erfahrungen im Bereich Personaleinstellung, Schulung und Produktdesign-Entwicklungen auf operativer, taktischer und strategischer Ebene. Vor ihrer Zeit bei N26 war sie Global Director of User Experience bei Adevinta (ehemals Schibsted), wo sie die UX-Abläufe und die nutzerzentrierte Vision des Unternehmens einführte.

Paula ist die Gründerin von "To Be Radiant", einer Initiative für Transformation, die Coachings und Workshops für Produkt- und Design-Führungskräfte anbietet.

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1 Die Umfrage wurde unter insgesamt 16.030 Frauen und Männern umgesetzt. In Österreich (2006 Umfrageteilnehmer aus Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien), Frankreich (4006 Umfrageteilnehmer aus Bassin parisien, Centre-est, Départements d'outre-mer, Est, Île de France, Méditerranée, Nord - pas-de-calais, Ouest, Sud-ouest), Deutschland (4008 Umfrageteilnehmer aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen-Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen-Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz-Saarland, SachsenSachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein-Hamburg), Italien (3005 Umfrageteilnehmer aus Mittelitalien, Inseln, Nordostitalien, Nordwestitalien, Süditalien) und Spanien (3005 Umfrageteilnehmer aus A. M Barcelona, A.M Madrid, Centro (Zentral), Levante (Zentral-Ost), Noreste (Nord-Ost), Noroeste (Nord-West), Nortecentro (Nord-Zentral), Sur (Süd)), mit einer gleichmäßigen Aufteilung zwischen denen, die investieren und denen, die nicht investieren.

In dieser Umfrage umfasst "Investieren" Optionen wie Aktien, Bankprodukte, Immobilien, börsengehandelte Fonds usw., und "Investieren" beschränkt sich auf Umfrageteilnehmer, die ihr eigenes Geld investieren, wobei Investitionen im Rahmen ihres Berufs ausgeschlossen sind. Die Befragungen wurden im Februar 2022 vom Forschungsinstitut Sapio im Auftrag von N26 mit Hilfe einer E-Mail-Einladung und einer Online-Umfrage durchgeführt. Die gestellten Fragen zielten darauf ab, die Vorlieben, Bedürfnisse, Wünsche und Probleme der Teilnehmer bei der Geldanlage bzw. bei der Überlegung, zu investieren, zu ermitteln. Die Umfrage definiert "Frauen" und "Männer" als alle Personen, die sich als solche identifizieren. Personen, die sich als "nicht-binär" identifizieren, wurden nicht in die Analyse einbezogen, da die Stichprobengröße nicht repräsentativ ist. Bitte beachten Sie, dass N26 keine Anlageberatung durchführt und dass Investitionen mit einem finanziellen Risiko verbunden sind, das bis zum Verlust der investierten Mittel reichen kann.

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