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Österreich.
Ideen kennen keine Grenzen.
Herta Steinkellner forscht an Tabakpflanzen für den Kampf gegen Ebola.

Die Life Sciences Branche in Österreich

Mehr als 820 Unternehmen aus den Bereichen Biotech, Pharmaindustrie und Medizintechnik erwirtschaften 5,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) und beschäftigen rund 52.000 MitarbeiterInnen (vgl. www.lifescienceaustria.at). 

Auch ausländische Konzerne setzen gezielt auf die Forschungskompetenz
der österreichischen Biowissenschaftler: So hat Sandoz, ein Tochterunternehmen des Schweizer Konzerns Novartis, seine globalen Kompetenzzentren für Biotechnologie in Tirol angesiedelt und 2017 für 100 Mio. Euro ausgebaut. Darüber hinaus unterhält Shire seinen größten Unternehmensstandort außerhalb der USA in Österreich. 

Unternehmen und Startups im therapeutischen, medizintechnischen und diagnostischen Bereich und Anbieter von Schlüsseltechnologien bilden ein dynamisches Umfeld für die Forschung. Jedes zweite Biotech-Unternehmen ist im Hotspot Wien angesiedelt, wo mit dem Campus Vienna Biocenter eines der führenden biomedizinischen Forschungszentren Zentral- und Osteuropas entstanden ist. Besondere Forschungsschwerpunkte bilden die Bereiche Onkologie, Neurologie, Impfstoffe und Immunologie sowie Präzisionsmedizin und E-Health.

Boomende Biotech-Szene

336 Betriebe sind in Pharma und Biotechnologie engagiert. Dieser Sektor zeichnet sich durch eine beeindruckende Forschungsintensität aus: Die rund 100 spezialisierten Biotech-Firmen investierten 2014 ein Äquivalent von 70 Prozent ihres Gesamtumsatzes in die Forschung. Zentrale Forschungsfelder sind dabei die Bekämpfung von Krebs und Infektionskrankheiten. Mit einem Umsatz von mehr als 11,7 Milliarden Euro im Jahr 2014 ist die Biotech-Branche ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: Der Löwenanteil stammt von Firmen wie Boehringer Ingelheim, Eli Lilly, Takeda, oder Sanochemia. Rund ein Viertel der Unternehmen ist im Kerngeschäft „rote“ und „weiße“ Biotechnologien tätig. Als Hochburg gilt Wien – jede zweite Biotech-Firma ist in der Bundeshauptstadt angesiedelt.

Revolutionäre Medizintechnik

In der Medizintechnik beschäftigen sich 487 Unternehmen in einem weiten Themenfeld mit Schwerpunkten in der elektromechanischen Medizintechnik und Software-Entwicklung. Darunter etwa der deutsche Optik-Konzern Carl Zeiss oder der Spezialist für Hörimplantate MED-EL, die hochwertige Medizinprodukte herstellen. Das Med-Tech Unternehmen Ottobock mit Stammsitz in Deutschland arbeitet in Wien an Hightech-Prothesen. Fresenius Medical Care, der deutsche Weltmarktführer von Dialysetherapien und -produkten, eröffnete in Österreich sein F&E-Zentrum. Österreichs überdurchschnittlich gutes Gesundheitssystem, die Kliniken von Weltruf, exzellente Forschungseinrichtungen sind herausragende Standortvorteile für den Medizintechniksektor.

Weltklasse Krebsforschung

Krebs heilen zu können, ist seit Jahrzehnten ein Ziel der Forschung im Bereich Healthcare – auch in Österreich. So arbeitet beispielsweise das Kompetenzzentrum Oncotyrol in Innsbruck mit österreichischen und internationalen Partnern daran, personalisierte Krebsmedizin vom Labor ans Krankenbett zu bringen. Boehringer Ingelheim, eines der 20 größten globalen Pharmaunternehmen, betreibt weltweit drei große Forschungs- und Entwicklungszentren – eines davon in Wien: das Zentrum für Krebsforschung sowie Grundlagenforschung am Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP). Im Jahr 2017 investierten sie ganze 700 Mio. Euro in diese Forschungseinrichtung.

Ausländische Life Sciences Unternehmen in Österreich

  • Boehringer Ingelheim: Regional Center Vienna (RCV), globales Krebsforschungszentrum
  • Shire (früher: Baxalta BioScience): Entwicklung und Produktion von Biopharmazeutika für seltene und unterversorgte Erkrankungen (Hämatologie, Onkologie und Immunologie)
  • ottobock: Forschung & Entwicklung sowie Produktion von High-Tech Prothesen für den Weltmarkt
  • Sandoz (Novartis): Globale Kompetenzzentren für Biotechnologie, Erforschung und Produktion von Generika
  • Bionorica: Erforschung von Heilpflanzen mit dem Schwerpunkt Analytik
  • Octapharma: Entwicklung und Herstellung von Präparaten aus menschlichem Plasma

 Für weiterführende Informationen klicken Sie bitte hier.

 

Eine gute Übersicht über die österreichischer Technologiekompetenz bietet Ihnen die TECXPORT Online-Plattform.

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